Birne „Doppelte Phillipsbirne“

Die Doppelte Philippsbirne ist eine über 200 Jahre alte, besonders ertragreiche Sorte der Birne. 2006 wurde sie zur Streuobstsorte des Jahres gewählt. Typisch für die Doppelte Phillipsbirne sind ihr besonders starker Wuchs, ihre breitkuglige Krone und ihre vergleichsweise frühe Blüte. „Heimisch“ fühlt sich die Doppelte Philippsbirne besonders auf warmen und leichten Böden. Die Doppelte Philippsbirne ist besonders windfest und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten. Sie eignet sich so auch für rauere Lage wie den Alpenraum. Birnbäume dieser Sorte gelangen früh zur Fruchtbarkeit und bringen sehr hohe Erträge.

Die Früchte der Doppelten Philippsbirne lassen sich – je nach Witterung – zwischen Anfang September und Anfang November ernten. Lagern kann man die Birnen zwei bis vier Wochen. Voll ausgereift, erreichen die Doppelten Philippsbirne eine Größe von 6,5 bis 9,5 cm in der Länge und 5,8 bis 7,8 cm in der Breite. Sie haben eine hellgelbe Farbe mit vielen feinen bräunlichen Schalenpunkten und gelegentlich einer leicht geröteten Seite. Weil sie sehr saftreich sind und einen weinartigen, gezuckerten Geschmack haben, eignen sich die Früchte der Doppelten Philippsbirne vielseitig. Sie geben hervorragende Tafelbirnen ab und eignen sich auch für Saft oder Kompott.

Ursprünglich stammt die Doppelte Philippsbirne aus Belgien. Hier wurde sie um das Jahr 1800 als Zufallssämling entdeckt und in den folgenden Jahren von Jean-Baptiste van Mons kultiviert. Gewidmet wurden sie dem Grafen Mérode-Westerloo. In Belgien und generell im französischen Sprachraum heißt die Doppelte Philippsbirne iso auch Beurré de Mérode, Beurré de Mérode-Westerloo oder Beurré de Westerloo. In Deutschland kennt man die Doppelte Phillipsbirne auch unter Namen wie Sommer Diel oder Frühe Diel. Dies liegt daran, dass sie etwas früher blüht als die ihr ähnelnde Diels Butterbirne.

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