Streuobstwiese im Frühling: Langsam erwacht das Leben

Der Frühling ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Die Tage werden wieder länger, die Temperaturen steigen und die Sonnenstrahlen hauchen der Natur neues Leben ein. Kein Wunder, dass unzählige Poeten dem Frühling Gedichte gewidmet haben – Annette von Droste-Hülshoff, Christian Morgenstern, Clemens Brentano, Friedrich Hölderlin, Heinrich Heine, Joachim Ringelnatz oder beispielsweise auch Johann Wolfgang von Goethe und Theodor Fontane. Und auch jetzt, im 21. Jahrhundert, hat der Frühling nichts von seiner Faszination verloren. Ganz besonders lohnt sich ein Besuch auf einer Streuobstwiese im Frühling. In diesem Beitrag verraten wir Dir, worauf Du Dich beim Besuch im Liebenwalder Naturgarten oder auf der Streuobstwiese Weinstadt besonders freuen kannst.

Diese Pflanzen beginnen im Frühjahr zu blühen

Streng genommen beginnt der Frühling erst mit der Frühlingstagundnachtgleiche am 20./21. März und dauert bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni, doch auch schon vorher kannst Du ihn kommen sehen. Bereits Mitte/Ende Februar kannst Du beim Besuch unserer Streuobstwiesen merken, dass der Frühling in den Startlöchern steht. Im Vorfrühling nämlich sprießen die Schneeglöckchen aus dem Boden und beginnen zu blühen. Sie sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Winter bald vorbei ist. Gesellschaft leisten den Schneeglöckchen die Haselnüsse und Weidenkätzchen, die auch bereits Ende Februar und Anfang März blühen.

Den Wechsel vom Vorfrühling zum Erstfrühling erkennst Du daran, dass sich die weißen Weidenkätzchen gelb verfärben. Grund für den „Farbwechsel“ sind die steigenden Temperaturen und die stärkere Sonneneinstrahlung. Die Sonne sorgt auch dafür, dass die Bäume einer Streuobstwiese im Frühling neue Blätter bekommen. Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling eintreffen, setzt nämlich das Wachstum der Bäume ein. Hierfür haben sie schon im Winter „Winterknospen“ gebildet, aus denen sich nun im Frühjahr Blätter, Zweige und Blüten bilden.

Im April beginnen Birnbäume und Sträucher wie der Schlehdorn zu blühen. Bald folgen ihnen die Apfelbäume. Ab Ende April/Anfang Mai sind die weißen Blüten der Apfelbäume ein echtes Highlight beim Besuch einer Streuobstwiese. Besonders schön am Vollfrühling ist, dass nun die meisten Pflanzen in voller Blüte stehen – wie zum Beispiel der Flieder, der einen angenehmen Duft in der Luft verteilt, oder auch die Ebereschen.

Diese Tiere kannst Du auf einer Streuobstwiese im Frühling sehen

Steigende Temperaturen sorgen dafür, dass zum Beginn des Frühlings neben Pflanzen auch viele Tiere aktiv(er) werden, die sich auf einer Streuobstwiese heimisch fühlen. Schon ab Ende Februar kannst Du am Himmel Schwärme von Vögeln sehen, die aus wärmeren Gegenden wieder zu uns nach nach Mittel- und Nordeuropa ziehen. Beim Besuch einer Streuobstwiese im Frühling kannst Du so mit etwas Glück schon ziemlich früh im Jahr die ersten Stare und Bachstelzen erleben, denen bald auch Mauersegler und Nachtigallen und viele weitere Zugvögel folgen.

Auf einer Streuobstwiese im Frühling erwachen auch viele Tiere aus ihrem Winterschlaf. Meist schon im März, spätestens aber im April kannst Du so zum Beispiel Igel, Maulwürfe und Eichhörnchen sehen, die nach Nahrung suchen. Begleitet werden sie vom Gesang der Vögel. Die Amsel etwa ist ab März morgens und abends gut zuhören. Dann nämlich ist Paarungszeit. Viele Tiere „flirten“ beziehungsweise balzen, um einen Partner zu finden und den Bestand ihrer Art zu sichern.

Umschwirrt werden sie hierbei von Insekten: Sobald es wärmer wird, kannst Du auf einer Streuobstwiese im Frühling Maikäfer, Marienkäfer, aber auch Schmetterlinge, Hummeln und natürlich Bienen erleben. Sie brummen, krabbeln, summen und schwirren umher, um zum süßen Nektar der farbenprächtigen und intensiv duftenden Blüten zu gelangen und bestäuben dabei die Pflanzen.

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