Strom sparen leicht gemacht: Mit diesen 10 Tricks sparst Du Strom und schonst die Umwelt

Woran denkst Du, wenn Du an Umweltschutz denkst? An klimaneutrales Reisen und daran, möglichst wenig Müll zu produzieren und ihn fein säuberlich zu trennen? Nicht schlecht. Tatsächlich sind wir Menschen zum ganz überwiegenden Teil schuld am Klimawandel. Der richtige Lebenswandel kann helfen, Ressourcen und mit ihnen die Umwelt zu schonen. In diesem Blogpost geben wir Dir deshalb zehn Tipps, wie Du Strom sparen kannst.

Strom sparen hat direkten Einfluss auf die Umwelt: Bei rund sechzig Prozent unseres Stroms handelt es sich – Statista zufolge – nämlich noch immer nicht um umweltfreundliche Energie, obwohl die Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie schon im Jahr 2011 beschlossen hat und auch die Braunkohle und Steinkohle allmählich zuneige gehen. Wenn wir bewusst Strom sparen, sorgen wir also dafür, dass weniger fossile Brennstoffe verbrannt werden. So werden auch weniger Schadstoffe wie Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Methan, Stickoxide und Lachgas freigesetzt, die unser Klima negativ beeinflussen.

1. Tipp zum Strom sparen: Geht sparsam mit Licht um

Gerade im Herbst und im Winter verbrauchen wir Deutschen besonders viel Strom. Der Grund ist simpel: Sobald die Sonne untergeht, neigen wir dazu, für Abhilfe zu sorgen: Lampen sind aus keinem Haus und in ihm aus keinem einzelnen Zimmer mehr wegzudenken. So praktisch sie sind, so oft sind Lampen aber auch ein Grund für Stromverschwendung. Nicht selten vergessen wir nämlich, das Licht auszuschalten, wenn wir Räume oder sogar unsere Wohnung verlassen. Wenn Ihr Strom sparen möchtet, solltet Ihr deshalb ein wenig achtsamer sein. Fragt Euch, ob Ihr das Licht wirklich ausgeschaltet habt, und prüft es nach, wenn Ihr Euch unsicher seid. Zudem stellt sich immer die Frage, ob abends im Wohnzimmer wirklich drei Glühbirnen brennen müssen, obwohl der Fernseher den Raum eigentlich schon hell genug macht. Probiert es einfach einmal aus, beim Fernsehen das Licht komplett auszuschalten. So spart Ihr Strom und das TV-Erlebnis wird intensiver. Im Kino ist das Licht schließlich auch nicht an, wenn der Film läuft.

2. Tipp zum Strom sparen: Schaltet elektrische Geräte richtig aus

Viele elektrische Geräte sind heute mit einem Stand-by-Modus ausgestattet. Das ist besonders praktisch, denn so könnt Ihr Euer Notebook im Home Office oder im Büro einfach laufen lassen während Ihr Euch in der Mittagspause stärkt und müsst das Notebook anschließend nicht extra wieder hochfahren. Das Gleiche gilt natürlich auch fürs Smart-TV, das aus dem Stand-by-Modus einfach schneller startet, und für viele weitere Geräte. Allerdings gibt es beim Stand-by-Modus einen Haken: So praktisch und komfortabel er ist, so klimaschädlich ist der Stand-by-Modus leider auch. Elektrische Geräte verbrauchen nämlich auch im Stand-by-Modus Strom. Wenn Ihr Strom sparen möchtet, solltet Ihr Eure elektrischen Geräte also richtig ausschalten. Das gilt für das Notebook in der Mittagspause genauso wie für den Fernseher und die meisten anderen elektrischen Geräte in Eurem Haushalt außer den Kühlschrank.

3. Tipp zum Strom sparen: Nicht alles muss „smart“ sein

Die Kaffeemaschine kocht den Kaffee automatisch genau rechtzeitig, sodass ihr morgens schon von seinem angenehmen Geruch begrüßt werdet, sobald Ihr die Küche betretet. Und auch die Waschmaschine könnt Ihr so timen, dass die Wäsche genau dann fertig gewaschen ist, wenn Ihr wieder zurück nach Hause kommt. All das ist irgendwie „praktisch“ und mag uns unseren Alltag versüßen. Nicht zufällig bauen Hersteller Timer-Funktionen in ihre Geräte ein und bewerben diese Funktionen offensiv. Für die Umwelt sind solche „smarten“ Lösungen allerdings pures Gift. Die Geräte verbrauchen nämlich auch dann Strom, wenn sie nur auf ihren Einsatz „warten“. Viel sinnvoller ist es, die Timer-Funktion nicht zu nutzen und die Kaffeemaschine oder die Waschmaschine – wie gewohnt – manuell ein- und auszuschalten. So verzichtet Ihr vielleicht auf ein wenig Komfort. Die Umwelt wird es Euch aber danken. Und mal ehrlich: Kaffee hat einfach mehr Aroma, wenn er nicht schon die ganze Nacht über im Filter vor sich hin oxidiert.

4. Tipp zum Strom sparen: Kocht richtig

Auch beim Kochen könnt Ihr Strom sparen – mit drei recht simplen Tricks. Trick eins: Wenn Ihr Nudeln kochen wollt, oder heißes Wasser für Tee oder zum Kochen von Reis benötigt, solltet Ihr das Wasser im elektrischen Wasserkocher und nicht im Kochtopf erhitzen. Der elektrische Wasserkocher erhitzt das Wasser nicht nur schneller, sondern verbraucht auch weniger Energie. Wenn Ihr pro Tag nur einen Liter Wasser kocht, stoßt Ihr mit dem Wasserkocher-Trick aufs Jahr gerichtet ganze neunzig Kilogramm weniger C02 aus. Trick zwei: Lasst den Deckel beim Kochen auf dem Topf. So verbraucht Ihr rund ein Drittel weniger Energie als „oben ohne“. Und zu guter letzt – Trick drei: Wenn Ihr Reis für 20 Minuten oder Nudeln für zehn Minuten kochen müsst, könnt Ihr die Herdplatte ruhig schon zwei, drei Minuten vorher ausschalten. Auch wenn sie nicht mehr mit Strom versorgt werden, sind Herdplatten nämlich noch eine zeitlang heiß, sodass das Wasser im Topf weiter kocht.

5. Tipp zum Strom sparen: Kauft energiesparende Geräte

Zugegeben: Es kommt nicht alle Tage vor, dass man ein neues Haushalts- oder Küchengerät kauft. Wenn Ihr Euch dann aber doch einmal eine neue Kaffeemaschine oder eine neue Waschmaschine zulegt, solltet Ihr auch darauf achten, dass Euer neuer „Haushaltshelfer“ möglichst wenig Energie verbraucht. Orientiert Euch hierfür am Energie-Label, das auf jeder Geräteverpackung angebracht ist. Dieses Label hat die EU zum 1. März 2021 zunächst für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen und -trockner und Fernseher reformiert: Unterschieden wird bei diesen Geräten nun zwischen den Energieklassen A bis G. Geräte der Energieklasse A sind besonders sparsam, Geräte der Energieklasse G verbrauchen besonders viel Strom. Vergleichbares gilt auch für alle Elektronikgeräte, die noch das „alte“ Energie-Label tragen: Hier ist A+++ die sparsamste Energieklasse während Geräte der Energieklasse D am wenigsten Strom sparen. Über alle Hintergründe und die einzelnen Klassen informiert die Bundesregierung auf der Internetseite des BMWi.

6. Tipp zum Strom sparen: Wäsche richtig waschen

Waschmaschinen sind sehr wahrscheinlich aus keinem Haushalt mehr wegzudenken. Das Problem ist bloß, dass Waschmaschinen Euch nicht gerade dabei helfen, wenn Ihr Strom sparen möchtet. Mit ein paar simplen Tricks könnt Ihr den Energieverbrauch Eurer Waschmaschine aber deutlich reduzieren und so Strom sparen: Verzichtet auf die Vorwäsche, denn nur ganz selten sind Kleidung, Bettzeug oder Handtücher so stark verschmutzt, dass vor der Hauptwäsche noch die Vorwäsche laufen muss. Aus dem gleichen Grund reicht es in den meisten Fällen völlig aus, Wäsche nur mit 30 Grad zu waschen. Weil das Wasser nicht so stark erhitzt werden muss, spart Ihr viel Energie. Wenn Eure Waschmaschine (oder auch Eurer Geschirrspüler) ein spezielles Öko-Programm hat, könnt Ihr es übrigens guten Gewissens nutzen: Diese Programme laufen zwar meist etwas länger, dafür kommen sie aber mit weniger Wasser aus und erhitzen dieses Wasser auch nicht allzu stark. Und last but not least solltet Ihr auf den Trockner lieber verzichten. Ein Wäschetrockner ist oft nicht nur schlecht für die Wäsche, sondern auch überflüssig, denn Eure Klamotten trocknen auf dem Wäscheständer zwar langsamer, aber genauso gut.

7. Tipp zum Strom sparen: Duscht bedacht

„Warmduscher“ ist nicht nur ein inzwischen wieder etwas aus der Mode gekommenes Schimpfwort, sondern auch eine Angewohnheit, die die Stromkosten nach oben treibt: Beim Erwärmen von Wasser wird nämlich besonders viel Energie verbraucht. Strom sparen könnt Ihr, indem Ihr die Zeit, die Ihr unter der Dusche verbringt, möglichst kurz haltet und vielleicht auch bei der Wassertemperatur einen Kompromiss mit Eurem inneren Schweinehund sucht. Ihr müsst ja nicht unbedingt eiskalt duschen – auch wenn das sehr gesund ist. Schon zwei, drei Grad weniger Wassertemperatur helfen Euch, Strom zu sparen. Das Gleiche gilt übrigens fürs Händewaschen: Denkt einfach einmal darüber nach, ob das Wasser wirklich warm oder lauwarm sein muss oder ob Ihr Euch nicht vielleicht doch mit kühlem Wasser genauso gut Eure Hände waschen könnt.

8. Tipp zum Strom sparen: Nutzt die Nachtabsenkung Eurer Heizung

Was fürs Duschen und Händewaschen gilt, gilt auch fürs Heizen: Es muss nicht immer warmes Wasser durch Eure Heizrohre beziehungsweise die Leitungen Eurer Fußbodenheizung laufen. Tatsächlich sind die meisten Heizungen bereits mit einer Funktion zur Nachtabsenkung ausgestattet. Konkret bewirkt sie, dass Eure Heizung ab einer gewissen Uhrzeit Wasser nicht mehr allzu stark aufwärmt, so dass die Temperatur in beheizten Räumen absinkt. Wenn Ihr Strom sparen möchtet, solltet Ihr diese Funktion nutzen. Wenn Ihr beispielsweise jeden Abend um zehn Uhr ins Bett geht, könnt Ihr die Heizung ruhig so einstellen, dass sie schon ab acht Uhr abends die Temperatur langsam absenkt. Bis Räume abkühlen dauert es ohnehin eine zeitlang und im warmen Bett könnt Ihr Euch freuen, wie viel Strom Ihr durch Euer umsichtiges und umweltschonendes Verhalten gespart habt.

9. Tipp zum Strom sparen: Heizungspumpe niedriger stellen oder austauschen

Auch der neunte Tipp dreht sich rund ums Heizen: Wenn Ihr in einem Einfamilienhaus lebt, könnt Ihr an Eurer Heizung bedenkenlos mehr einstellen als nur die Nachtabsenkung. Um Strom zu sparen, solltet Ihr auch einmal die Einstellung der Heizungspumpe unter die Lupe nehmen. Oft gibt es hier echtes Optimierungspotential. Vier von fünf Heizungspumpen sind nämlich veraltet und verbrauchen unnötig viel Strom. Prüft zunächst einmal, ob Ihr die Leistung Eurer Heizungspumpe auf eine niedrigere Stufe einstellen könnt. Meistens transportiert die Umwälzpumpe nämlich auch dann noch ausreichend Heißwasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern, wenn Ihr die Pumpe auf eine niedrigere Leistungsstufe einstellt. Falls nicht mehr genügend Wasser transportiert wird, könnt Ihr sonst einfach die nächsthöhere Stufe einstellen. Wenn Eure Heizungspumpe bereits in die Jahre gekommen ist, empfiehlt es sich übrigens, sie völlig auszutauschen. Moderne Pumpen arbeiten hocheffizient und verbrauchen siebzig bis achtzig Prozent weniger Strom als alte Pumpen. Die Investition in eine neue Pumpe rechnet sich also recht schnell. Und die Umwelt wird es Euch danken.

10. Tipp zum Strom sparen: Gönnt auch Euren elektrischen Geräten Urlaub

Die Kollegen sind informiert, die Abwesenheitsfunktion im Mail-Programm aktiviert, die Nachbarn kümmern sich um die Blumen und auch der Koffer ist endlich gepackt – eigentlich bist Du nun bereit für den Urlaub. Oder doch nicht? Tatsächlich vergessen viele, dass elektrische Geräte auch dann Storm verbrauchen, wenn sie zwar nicht eingeschaltet sind, aber dennoch am Netz hängen. Um auch Deine kleinen „Haushaltshelfer“ in den Urlaub zu schicken, solltest Du sie deshalb vor Deinem Urlaub vom Netz nehmen. Das geht ganz problem mit Ausnahme Deines Kühlschranks und – falls vorhanden – Deiner Gefriertruhe oder -einheit. Durchs konsequente Steckerziehen vorm Urlaub kannst Du Strom sparen und mit gutem Umweltgewissen Deine Auszeit vom Alltag genießen.

Zusatz-Tipp: Steigt auf Öko-Strom um

Mal ganz ehrlich: Manchmal sind die naheliegenden Lösungen einfach auch die effektivsten: Als Verbraucher habt Ihr es nämlich selbst in der Hand, ob Ihr Strom aus „schmutzigen“ Quellen beziehen möchtet oder ob Ihr Öko-Strom haben wollt, der ausschließlich aus „sauberen“ Quellen wie Wind-, Wasser- oder Solarkraft gewonnen wird. Inzwischen bieten fast alle großen Stromanbieter auch spezielle Öko-Strom-Tarife an. Wir verzichten deshalb an dieser Stelle darauf, Euch einen bestimmten Anbieter vorzuschlagen. Stattdessen möchten wir Euch nur ermuntern, einmal die Augen nach Tarifen für sauberen Strom offenzuhalten oder einfach gezielt beim Stromanbieter Eures Vertrauens nach einem Tarif für Öko-Strom zu fragen. Die Server von Klimawiese laufen beispielsweise komplett C02-neutral. Strom sparen macht aber natürlich auch bei einem Öko-Strom-Tarif Sinn. Wenn Ihr zu einem Öko-Tarif wechselt, habt Ihr aber die Gewissheit, dass auch der Strom, den Ihr nicht sparen könnt, aus „sauberer“ Quelle kommt.

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